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MSCI World und S&P 500: Warum Anzahl, Gewichtungsüberlappung und Depotexposition unterschiedliche Antworten liefern. Drei Kennzahlen für doppelte Positionen und Ihre tatsächliche Depotverteilung.
ETF-Überlappung braucht eine klar definierte Kennzahl. Die Anzahl gemeinsamer Positionen beschreibt die Schnittmenge; die Gewichtungsüberlappung addiert je Position das kleinere Fondsgewicht. Die ETF-Durchschau gewichtet die Positionen zusätzlich mit Ihren Depotanteilen. Eine Quote ohne Fondsnamen, Stichtag und Datenabdeckung lässt sich nicht zuverlässig einordnen. Bewusste Überschneidungen sollten zu den Konzentrationsgrenzen Ihres Anlage-Mandats passen.
Gemeinsame Positionen, Gewichtungsüberlappung und Depotexposition sind verschiedene Kennzahlen.
Überlappung nach Gewicht addiert pro Position das kleinere Fondsgewicht.
Die ETF-Durchschau berücksichtigt zusätzlich Ihre eigenen Depotgewichte.
Eine belastbare Quote braucht vollständige Holdings, einen Stichtag und offengelegte Datenlücken.

ETF-Überlappung braucht eine klar definierte Kennzahl. Die Anzahl gemeinsamer Positionen beschreibt die Schnittmenge; die Gewichtungsüberlappung addiert je Position das kleinere Fondsgewicht. Die ETF-Durchschau gewichtet die Positionen zusätzlich mit Ihren Depotanteilen. Eine Quote ohne Fondsnamen, Stichtag und Datenabdeckung lässt sich nicht zuverlässig einordnen. Bewusste Überschneidungen sollten zu den Konzentrationsgrenzen Ihres Anlage-Mandats passen.
Gemeinsame Positionen, Gewichtungsüberlappung und Depotexposition sind verschiedene Kennzahlen.
Überlappung nach Gewicht addiert pro Position das kleinere Fondsgewicht.
Die ETF-Durchschau berücksichtigt zusätzlich Ihre eigenen Depotgewichte.
Eine belastbare Quote braucht vollständige Holdings, einen Stichtag und offengelegte Datenlücken.
Zwei ETFs können dieselben Unternehmen halten. Ob dadurch ein unerwünschter Schwerpunkt entsteht, entscheidet sich an den Gewichten in Ihrem gesamten Depot. ETF-Durchschau, auch Look-through genannt, macht diese Gewichte sichtbar.
Der MSCI World enthält große und mittelgroße Unternehmen aus Industrieländern, darunter US-Unternehmen. Der S&P 500 bildet große US-Unternehmen ab. Wer beide kombiniert, ergänzt deshalb nicht einfach einen neuen Markt: Zahlreiche US-Positionen kommen in beiden vor. Das beschreiben die Indexübersicht von MSCI und die Übersicht von S&P Dow Jones Indices.
Eine pauschale Aussage wie „70 Prozent Überlappung“ ist ohne Methode und Stichtag nicht aussagekräftig. Der US-Anteil am Indexgewicht ist weder der Anteil gemeinsamer Positionen noch die Gewichtungsüberlappung zweier Fonds. Auch Länderanteil und Unternehmenssitz sagen nicht, wo ein Unternehmen seinen Umsatz erzielt.
Dieser Artikel nennt keine aktuelle Überlappungsquote für MSCI World und S&P 500. Dafür wären die vollständigen Bestandslisten zweier konkret benannter Fonds zum selben Stichtag nötig. Die folgende Rechnung ist ein vollständig illustratives Beispiel, keine Messung dieser Indizes.
Wie viele Wertpapiere sind in beiden Fonds enthalten? Nennen Sie die Schnittmenge und den Nenner: gemeinsame Positionen geteilt durch alle Positionen in Fonds A. Der entsprechende Anteil für Fonds B kann anders ausfallen. Eine Kennzahl bezogen auf die Vereinigungsmenge wäre wiederum ein anderes Maß.
Wie ähnlich sind die Fondsgewichte? Für jede gemeinsame Position nehmen Sie das kleinere der beiden Fondsgewichte und addieren diese Werte. Bei Gewichten zwischen 0 und 1 liegt die Summe zwischen 0 und 1. Zwei identische, vollständig erfasste Portfolios ergeben 100 Prozent; ohne gemeinsame Positionen sind es 0 Prozent.
Gewichtungsüberlappung
Überlappung = Summe über alle Positionen i von min(Gewicht in Fonds A, Gewicht in Fonds B)
Wie viel Ihres Depots hängt tatsächlich an einem Unternehmen? Multiplizieren Sie jedes Fondsgewicht im Depot mit dessen Gewicht am Unternehmen. Addieren Sie die Beiträge aller Fonds und etwaige direkt gehaltene Aktien. Diese kombinierte Exposition hängt auch von Ihrer eigenen Aufteilung ab.
Look-through-Gewicht
Depotgewicht von Unternehmen i = Summe aus (Depotanteil des Fonds × Unternehmensgewicht im Fonds) + direkt gehaltener Depotanteil
Annahme: zwei fiktive, vollständig investierte Fonds mit je drei Unternehmen. Es gibt keine Barmittel, Derivate oder unbekannten Positionen. Das illustrative Depot besteht zu 60 Prozent aus Fonds A und zu 40 Prozent aus Fonds B.
| Unternehmen | Fonds A | Fonds B | Im 60/40-Depot |
|---|---|---|---|
| Alpha | 50 % | 20 % | 38 % |
| Beta | 30 % | 50 % | 38 % |
| Gamma | 20 % | 0 % | 12 % |
| Delta | 0 % | 30 % | 12 % |
Die 76 Prozent sind kein zusätzlicher Verlust und kein doppelt gezähltes Vermögen. Es ist der Anteil des Depots, der in Unternehmen steckt, die über beide Fondswege gehalten werden. Er beantwortet eine andere Frage als die 50 Prozent Gewichtungsüberlappung.
Für eine belastbare Rechnung brauchen Sie die konkreten Fonds, vollständige Holdings mit Datum und Ihre aktuellen Depotgewichte. Vergleichen Sie Wertpapiere über stabile Kennungen. Wollen Sie Unternehmen statt Wertpapierlinien vergleichen, müssen mehrere Aktiengattungen desselben Unternehmens zuerst zusammengeführt werden.
Top-10-Listen reichen nicht für eine vollständige Quote. Fehlende Positionen bleiben unbekannt; sie dürfen weder als überschneidungsfrei gelten noch stillschweigend auf 100 Prozent hochgerechnet werden. Weisen Sie die erfasste Quote separat aus. Bei synthetischen ETFs kann der Sicherheitenkorb vom wirtschaftlichen Indexrisiko abweichen. Auch Barmittel und Derivate brauchen eine explizite Behandlung.
Die Portfolio-Analyse in Investboard ordnet die Durchschau in den Depotkontext ein. Ein Ergebnis ohne Datenstand und Abdeckungsgrad sollte kein Anlass für eine Umschichtung sein.
Eine bewusste Übergewichtung ist nicht automatisch ein Fehler. Entscheidend ist, ob sie zu Ihrer Zielaufteilung und Ihren Konzentrationsgrenzen passt. Auch ein einzelner breiter ETF kann konzentriert sein; die Zahl der Fonds allein ist kein Risikomaß.
Halten Sie gewünschte Schwerpunkte im Anlage-Mandat mit IPS-Vorlage fest. Wenn eine Überschneidung überraschend ausfällt, prüfen Sie zuerst die Daten und Ihre Regeln. Eine Cooling-off-Frist gibt Zeit dafür. Vor einer Änderung gehören auch die Kosten des Nachjustierens in die Rechnung.
Vom Fondsnamen zur Depotposition
Sehen Sie, welche Unternehmen, Länder und Branchen hinter Ihren Fonds stehen, und vergleichen Sie die Verteilung mit Ihrem eigenen Plan.
Portfolio-Analyse ansehen →Es gibt keine zeitlose Quote. Für eine belastbare Zahl brauchen Sie die Bestandslisten konkret benannter Fonds zum selben Stichtag und eine definierte Methode. Der US-Anteil des MSCI World ist weder der Anteil gemeinsamer Positionen noch die Gewichtungsüberlappung.
Nehmen Sie für jede gemeinsame Position das kleinere Gewicht aus beiden Fonds und addieren Sie diese Werte. Im illustrativen Beispiel mit Alpha (50 und 20 Prozent) und Beta (30 und 50 Prozent) sind es 20 plus 30, also 50 Prozent.
Sie multipliziert die Fondsanteile im Depot mit den jeweiligen Unternehmensgewichten und addiert direkte Positionen. Im illustrativen 60/40-Depot entfallen 38 Prozent auf Alpha und 38 Prozent auf Beta. Die zusammen 76 Prozent in gemeinsam gehaltenen Unternehmen sind keine Gewichtungsüberlappungsquote.
Aus der Überschneidung allein folgt kein Verkaufsauftrag. Prüfen Sie Datenstand, Abdeckung, Zielaufteilung und Konzentrationsgrenzen im Anlage-Mandat. Vor einer Änderung gehören auch Kosten, mögliche Steuern und Ihre Cooling-off-Regel in den Abgleich.